Sprache – Schlüssel zur Welt

Das Erlernen von Sprache ist ein beeindruckender, vielschichtiger und besonders bedeutsamer Prozess in der Bildung des Kindes.
Im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten wird die Bedeutung herausgestellt:

»Die Beherrschung der Sprache, zuerst gesprochen, später auch als Schrift, ist Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und entscheidend für alle Lernprozesse innerhalb und außerhalb von Kindergarten und Schule.«

Ganzheitliche Förderung

Wir orientieren unsere Grundsätze der alltagsorientierten Sprachförderarbeit an dem trägerübergreifenden Konzept »Ganzheitliche Sprachförderung in Ulmer Kindertageseinrichtungen« (hier zum Nachlesen als PDF »). Ganzheitlich heißt, dass Sprachförderung nicht isoliert zu sehen ist, sondern in den Alltag jedes Kindes und in die gesamte pädagogische Arbeit integriert ist, denn: »überall steckt Sprache drin, auch oder gerade in alltäglichen Situationen«.

Besonders bedeutsam ist uns deshalb:

  • eine anregende, reichhaltige und lebendige Sprachumgebung zu schaffen
  • uns den Kindern bewusst sprachlich zuzuwenden
  • unsere Funktion als Sprachvorbild bewusst zu gestalten
  • vielfältige Sprachanlässe für Kinder im Alltag zu schaffen
  • entsprechend bewusst auch die Rolle des Zuhörers einnehmen
  • gute erste Erfahrungen mit einer Erzähl- und Schreibkultur zu ermöglichen
  • Mehrsprachigkeit von Kindern und ihrer Eltern als Bereicherung wertzuschätzen
  • die sprachliche Entwicklung von jungen Kindern im Alltag der Kinderkrippe durch eine offene Dialoghaltung und bewusste Interaktionen zu unterstützen und zu fördern

und so insgesamt:

  • Sprache als erfolgreiches Werkzeug für Mitteilungen von Bedürfnissen und Interessen und für eine erfolgreiche Gestaltung des Miteinanders erlebbar zu machen.

Bildungspolitische Programme helfen

Mit der Offensive »Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration« hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Programm ins Leben gerufen, das den teilnehmenden Kitas ermöglicht, alltagsintegrierte sprachliche Bildung für die Jüngsten in den Einrichtungen weiter zu entwickeln.
Die Ulmer Kinderkrippe beteiligt sich an diesem Programm (von April 2011 – Dez. 2014). Nach Beendigung des Projektes sind die Grundzüge in der Konzeption verankert und die Weiterführung im Alltag gesichert.

Grundlegend für die Umsetzung ist uns das Konzept des Deutschen Jugendinstitutes (DJI) »Die Sprache der Jüngsten entwickeln und begleiten«. 
Mit seinen Grundsätzen entspricht es unserem Konzept und ermöglicht uns, uns in der fachkompetenten Begleitung weiterzuentwickeln:

  • Die Förderung findet im Alltag statt.
  • Dialoggestaltung mit den Jüngsten ist in besonderem Fokus
  • Der Blick auf Sprache ist weit, er orientiert sich an den Interessen und Kompetenzen der Kinder.
  • Sprachliche Bildung kann nicht unabhängig von anderen Entwicklungsbereichen stattfinden.
  • Wir tauschen uns über unsere Beobachtungen sowohl im Team als auch mit den Eltern aus.
  • Wir schätzen andere Familiensprachen.

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